Rekultivierung des Westfelds abgeschlossen
Wo früher Kohle abgebaut wurde, erstreckt sich heute auf über 80 Hektar eine naturnahe Landschaft mit artenreichem Magerrasen, Totholz-Inseln – und einer kleinen Rehgruppe. Das Westfeld war mehr als 70 Jahre Teil des Braunkohletagebaus der Bayerischen Braunkohlen Industrie (BBI). Nach Ende des Abbaus 1982 begann die Entwicklung des heutigen Oberpfälzer Seenlands. Die Rekultivierung des Westfelds wurde 2006 geplant und in drei Abschnitten von 2009 bis 2022 umgesetzt. Über 55 Millionen Euro investierte Uniper in das Projekt.
Im Sommer 2025 erfolgte die offizielle behördliche Abnahme: Die Obere Abfallbehörde der Regierung der Oberpfalz (Areal „Deponie“), die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Schwandorf (Areal „Damm“) sowie das Bergamt Nordbayern (Areal „Bunker“) bestätigten den erfolgreichen Abschluss. Gemeinsam mit Walter Jonas (Regierungspräsident der Oberpfalz), Richard Tischler (stv. Landrat), Thomas Falter (1. Bürgermeister Wackersdorf) und Harald Bemmerl (Bürgermeister Steinberg am See) wurde der Projektabschluss im Rahmen der symbolischen Übergabe der Abnahmeschreiben gefeiert.
Regierungspräsident Jonas lobte das Projekt: „Das Westfeld zeigt, wie verantwortungsvoller Umgang mit Altlasten zu einer erfolgreichen Sanierung führen kann. Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist eine Landschaft ohne negative Umweltauswirkungen entstanden, in der sich Tiere und Pflanzen wieder heimisch fühlen.“ Arne Bayer, Mitglied der Geschäftsführung der Uniper Kraftwerke GmbH, betonte: „Die Abnahme markiert den langfristigen Abschluss einer 200-jährigen Bergbaugeschichte in Wackersdorf. Unser Ziel war es, der Region dauerhaft nutzbare Flächen zurückzugeben. Nun freuen wir uns auf die künftige Entwicklung des Geländes mit den Gemeinden.“
Auch Standortleiter Andreas Stake hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: „Unser Team arbeitet mit großem Engagement daran, aus ehemaligen Tagebauen ökologisch wertvolle Flächen zu schaffen. Rekultivierung ist kein Sprint – sie verlangt Geduld, Fachwissen und langfristige Verantwortung.“ Die künftige Nutzung des Westfelds wird derzeit mit den Gemeinden weiterentwickelt.





