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Neue Ortsmitte: Bürgerbeteiligung

Die Gemeinde Wackersdorf saniert ihre Ortsmitte. Bürgerinnen und Bürger können sich auf zwei Arten an der Neugestaltung beteiligen: Zum einen durch die Mitbestimmung bei der Gestaltung des „allgemeinen Rahmens“ und zum anderen durch die Förderung bestimmter privater Sanierungen im ausgewiesenen Sanierungsgebiet. Zur finalen Neugestaltung des Marktplatzes soll zudem eine direkte Bürgerbeteiligung folgen.

Reden Sie mit: Die neue Ortsmitte im Dialog

In seiner Sitzung am 31.03.2021 hat der Gemeinderat den Vorentwurf des Bebauungsplans für das gesamte Sanierungsgebiet der neuen Ortsmitte beschlossen. Bürgerinnen und Bürger hab in Kürze die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Mit der frühzeitigen ersten Auslegung des B-Plans folgt bereits im April die erste Bürgerbeteiligung. Sagen Ihnen die aktuellen Planungen zu? Was würden Sie ändern? Rückmeldungen zu den Inhalten des Plans können Sie bis 25. Mai an das Rathaus richten. In einem anschließenden internen Workshop werden die ersten Rückkopplungen und Wünsche abgewogen. Es folgen eine erste öffentliche Abwägung, eine zweite Auslegung und abschließend eine zweite Abwägung. Wichtig: Jede der beiden Beteiligungsphasen ist kein „individuelles Wunschkonzert“ – Die Ortsmitte soll in einem vernünftigen und demokratisch mehrheitlich akzeptierten Rahmen entwickelt werden. Oder vereinfacht formuliert: Die große und finale Entscheidungsgrundlage ist ein möglichst großer Nutzen für einen möglichst großen Personenkreis. Grundsätzlich bewegt sich der Diskurs zwischen den Leitplanken der Identitätsstiftung, z.B. durch die Bewahrung historischer Bausubstanzen, und der inneren Stadtentwicklung, welche die Attraktivität der Ortsmitte als Wohnort steigern kann.

Den Entwurfsplan zur Ortsmitte finden Sie als PDF-Download in der Menüleiste.

Der laufende Beteiligungsprozess in der Übersicht:

  • (Frühzeitige) Auslegung neuer B-Plan (erfolgt)
  • Stellungnahmen (bis Ende Mai)
  • Workshop (intern, nicht öffentlich)
  • Abwägung (öffentliche Gemeinderatsitzung)
  • Auslegung B-Plan
  • Stellungnahmen
  • Abwägung (öffentlich Gemeinderatsitzung)
  • Abschließende Beschlussfassung (öffentliche Gemeinderatsitzung)

Sparen Sie: Förderungen bei privaten Sanierungen

Für die Entwicklung der Ortsmitte nimmt die Gemeinde Fördergelder in Anspruch. Dazu wurde ein großzügiges Sanierungsgebiet ausgewiesen, das sich wiederum eins zu eins mit dem Fördergebiet deckt. Was viele nicht wissen: Von diesem Fördergebiet profitieren nicht nur öffentliche Bauvorhaben, wie der Neubau des Ärztehauses, des Kirchenparkplatzes oder die Neugestaltung des Marktplatzes. Von dem Fördergebiet profitieren auch alle privaten Grundstückseigentümer im Geltungsbereich. Was genau gefördert wird, entwickelt sich aus dem Diskurs, der nun gestartet ist. Am Ende wird genau geregelt sein, welche Maßnahmen förderfähig und zulässig sind.

Konkrete Maßnahmen im Bürgerdialog

Die Ergebnisse der Bürgerbefragung aus dem Jahr 2016 waren maßgeblich für die Neugestaltung der Ortsmitte ausschlaggebend. Die ersten Ränge der Wünsche aus der Bevölkerung belegten die Sicherungen der medizinischen Versorgung und der Nahversorgung. „Durch das neue Ärztehaus und die Tatsache, dass EDEKA einen modernen Vollsortiment-Markt baut, reagieren wir direkt auf diese Anliegen“, schildert Bürgermeister Thomas Falter. Es sei klar, dass die aktuell laufenden Beteiligungsrahmen, wie die Auslegung des B-Plans, für viele Bürger*innen sehr abstrakt seien. „Bei der Neugestaltung des Marktplatzes möchten wir wieder ganz pragmatisch auf die Bevölkerung zugehen“, so Falter. Wie der Dialog im Detail aussehe, werde noch abgestimmt. Die Marktplatzneugestaltung folgt als letzte öffentliche Maßnahmen der Sanierung der Ortsmitte voraussichtlich ab 2025.

Neue Ortsmitte für Wackersdorf: Öffentliche Großprojekte im Zeitplan

  • Mehrgenerationenhaus: 2017 fertiggestellt
  • Kirchenparkplatz Haken: 2020 fertig, Grünbepflanzung in 2021
  • Ärztehaus mit Parkdeck: Spatenstich im April 2021
  • Schulstraße: in Anschluss an Ärztehaus (ab 2023)
  • Marktplatz: voraussichtlich ab 2025

 

Bebauungsplan "Innerortsmitte Wackersdorf"

Auslegung Bebauungsplan für die neue Ortsmitte

Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung vom 31.03.2021 die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit des „Sanierungsbebauungsplanes Ortsmitte Wackersdorf“ beschlossen.

Diese frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung findet zunächst in Form einer Planauflage des Vorentwurfes des Bebauungs- und Grünordnungsplan „Ortsmitte Wackersdorf“ mit Begründung und Umweltbericht im Rathaus Wackersdorf (Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf), Zimmer Nr. 11, OG, Marktplatz 1, 92442 Wackersdorf noch bis zum 25.05.2021 während der üblichen Dienststunden statt. Aufgrund der Corona-Pandemie wird gebeten, die Einsichtnahme vorher telefonisch unter Tel.09431/7436-421, Frau Mandl-Kimmer, anzumelden oder von der digitalen Einsichtnahme auf der Homepage unter wackersdorf.de Gebrauch zu machen. Es wird auf die geltende Veränderungssperre in diesem Gebiet verwiesen.

Während der Auslegungsfrist können – schriftlich oder mündlich zur Niederschrift – Stellungnahmen abgegeben werden. Da das Ergebnis der Behandlung der Stellungnahmen mitgeteilt wird, ist die Anschrift des Verfassers zweckmäßig.

Zum Bebauungsplan

Ein Baustein aus dem ISEK ist der sog. Sanierungsbebauungsplan für den Ortsinnenbereich. Dies wurde bereits mehrfach auch in der Öffentlichkeit kommuniziert, sei es in Bürgerversammlungen, als auch z.B. im Mitteilungsblatt „dahoam“.

Um die bergbauliche Struktur in der Ortsmitte beibehalten, sowie die Nachverdichtung lenken zu können, ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig.  Der Gemeinderat hat in der Sitzung vom 21.10.2020 den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan „Innerortsmitte Wackersdorf“ beschlossen.Das Bebauungsplangebiet sollte sich dem Sanierungsgebiet ISEK anschließen, aus diesem Grund wurde die fast identische Größe gewählt. Lediglich die bereits bestehenden Bebauungspläne wurden ausgegrenzt (Am Holzberg, An der Fabrikstraße).

Der Bebauungsplan ist ein Steuerungselement was die Art der baulichen Nutzung angeht, ebenso die Dichte der Bebauungen und die Festlegung der Baugrenzen.
Diese Bemessungen können auch individuell für Grundstücke festgelegt werden. Auch werden Aussagen zum Straßenverkehr und dessen Entwicklung bei einer weiteren Nachverdichtung gemacht. Der Gemeinderat muss in Sitzungen/Begehungen/Klausuren festlegen, wie die Bebauung im Innerortsbereich aussehen soll, wo sich der Gemeinderat Mehrfachbebauungen vorstellen könnte oder wo nur Einzelhäuser oder Doppelhäuser zugelassen werden sollen.
Der Bebauungsplan soll relativ schlank gehalten werden - nur das notwendigste ist im Bebauungsplan festzulegen. Die einzelnen Quartiere können individuell festgelegt werden.