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Wackersdorf loves AC/DC

Anmelden, buchen, losfahren – und das ganz ohne Emission: Ab sofort steht in Wackersdorf ein BMW i3 als eCarsharing-Fahrzeug für die Bevölkerung zum Ausleihen bereit. Unterstützt wird die Gemeinde dabei vom Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz (ZV KVS) und dessen Kooperationspartner der E-WALD GmbH. Mit an Bord ist außerdem die Firma Sennebogen als Sponsoringpartner. Egal, ob mal schnell zum Einkaufen oder für den Wochenendtrip - hier kommt die Alternative zum eigenen (Zweit-)Auto. 

Ladestationen am Murner See und am Innovationspark, ein Elektro-Fahrzeug als Dienstwagen – und nun das erste eCarsharing-Projekt des Landkreises Schwandorf: Die Gemeinde Wackersdorf steht der e-Mobilität seit Jahren offen gegenüber, auch die Idee des eCarsharings war intern bereits seit längerem im Gespräch. Eine Idee, die jetzt Realität wird: Das heute an den Start gehende eCarsharing in Wackersdorf bietet der Bevölkerung ab sofort eine echte Alternative zum eigenen (Zweit-)Auto und kann je nach Bedarf flexibel gebucht werden – für die faire Gebühr von 3,99 Euro pro Stunde beziehungsweise 19 Euro am Tag. Bei dem E-Auto handelt es sich um einen BMW i3, der rein-elektrisch und emissionsfrei bis zu 300 Kilometer weit kommt und bis zu 150 km/h schnell fährt. Seinen festen Standort hat der 170-PS-starke E-Flitzer am rückseitigen Parkplatz des Wackersdorfer Rathauses an der Ringstraße. Um den elektronisch-angetriebenen BMW nutzen zu können, ist eine Registrierung unter www.e-wald.eu notwendig; dafür fallen einmalige Anmeldekosten in Höhe von 10 Euro an. Der Strom zum Laden des eCars ist inklusive.

Als regionale Kooperationspartner hat sich Wackersdorf für das Pilotprojekt mit einjähriger Testphase den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz mit Sitz in Amberg und die E-WALD GmbH aus Teisnach zur Seite geholt. Letztere zählt seit 2015 zu Deutschlands führenden Anbietern im Bereich Elektromobilität, wobei sich das Unternehmen dabei vor allem auf ländliche Regionen spezialisiert hat. „Es wird sehr spannend, wie das eCarsharing in Wackersdorf angenommen werden wird“, so Bürgermeister Thomas Falter. „In der Regel gibt es Carsharing-Angebote in großen Städten und Ballungsräumen, wie das bei uns im vergleichbar ländlichen Raum und in einer relativ kleinen Kommune funktionieren kann, müssen wir abwarten und auch Erfahrungen sammeln. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir mit diesem innovativen Schritt langfristig Erfolg haben werden.“ Der stellvertretende Landrat Jakob Scharf ergänzt: „Durch die Einführung des Angebots in Wackersdorf wurde aber bereits heute ein weiterer Mosaikstein in Richtung Innovation gesetzt.“

Mit den beiden bereits eingeführten eCarsharing-Standorten in Amberg und Neustadt a. d. Waldnaab konnte der ZV KVS bislang nur Positives verbuchen: „Von Anfang April bis Ende August wurden die E-Fahrzeuge in Amberg insgesamt 350 Mal gebucht und waren knapp 40.000 Kilometer unterwegs – das zeigt, dass hier definitiv Interesse und Bedarf besteht“, weiß Sandra Schmidt, kommissarische Geschäftsführerin des Zweckverbands. „Die Nutzer kommen dabei aus den verschiedenen Altersstufen, egal, ob Fahranfänger oder Rentner, und buchen aus unterschiedlichen Anlässen heraus, mal für die Geschäftsreise, mal schnell zum Einkaufen, für den Wochenendtrip in die Berge oder auch um das Fahren in einem E-Auto selbst hautnah zu erleben.“

Als Sponsoring-Partner konnte die Gemeinde Wackersdorf zudem die Firma Sennebogen gewinnen. Seit vielen Jahren ist der Maschinenbauer Vorreiter in Sachen elektrisch angetriebener Umschlagbagger und bietet Kunden aus aller Welt energieeffiziente und umweltschonende Lösungen für den Materialumschlag in zahlreichen Branchen vom Schrott über den Hafen, bis in die Holzindustrie. Da passt dieses Projekt natürlich perfekt zum grünen Gedanken des Familienunternehmens. „Als Unternehmen der Region, engagieren wir uns gern für die Region. Bei der Anfrage zum eCarsharing-Projekt haben wir natürlich nicht lange überlegt – schließlich ist dies nicht nur in Sachen Umweltschutz sinnvoll, sondern auch um unsere ländliche Region für die Mobilität der Zukunft zu rüsten“, erklärt Sennebogen Geschäftsführer Alexander Scherer.



Und so geht’s:

Anmelden

Vor der ersten emissionsfreien eCarsharing-Fahrt ist eine Registrierung notwendig – ganz einfach, mit wenigen Klicks unter https://drive.e-wald.eu/registrierung. Dort haben die Nutzer zwei Möglichkeiten: 
Über die Vertriebsstelle:

  • Zum einen können sich Neukunden ihren Vertrag per E-Mail zu senden lassen und mit diesem plus gültigem Führerschein und Personalausweis in das Bürgerbüro des Wackersdorfer Rathauses, Marktplatz 1 gehen. Dort erhalten sie nach der Datenprüfung ihre Kundenkarte ausgehändigt.
  • Über Onlineprüfung: Zum anderen ist es möglich, die persönlichen Daten inkl. Führerschein via Videoüberprüfung verifizieren zu lassen. Dazu muss bei der Registrierung der Haken bei „via Videoüberprüfung verifizieren“ gesetzt werden. Nach einem Video-Telefonat erhält der Nutzer seine Karte per Post. 

Buchen

Um den BMW i3 zu buchen, müssen sich die Nutzer unter https://drive.e-wald.eu/ mit ihrem Passwort sowie der Kunden-/Kartennummer anmelden. Nun kann das E-Auto am gewünschten Tag zur jeweiligen Uhrzeit im Kalender gebucht werden. Die Buchung kann zudem über die Flinkster-App der Deutschen Bahn erfolgen.

Losfahren

Am gebuchten Tag und zur ausgewählten Stunde steht das E-Auto am jeweiligen Standort einsatzbereit. Auf- und abschließen lässt sich der BMW schlüssellos mit der Kundenkarte am Lesegerät an der Windschutzscheibe oder mit der App – und los geht die Fahrt: lautlos, ohne Abgase, ökologisch und umweltfreundlich. Bei Fragen rund um das Fahrzeug steht den Nutzern die E-Wald-Hotline 0800 392534624 rund um die Uhr zur Verfügung. 

Weitere Infos zum Wackersdorfer eCarsharing gibt es unter www.zv-kvs.de/ecarsharing und www.e-wald.eu

Über die E-WALD GmbH

Die E-WALD GmbH zählt zu Deutschlands führenden Systemanbietern von Elektromobilität im öffentlichen und privaten Raum. Gegründet wurde das Unternehmen mit Sitz im niederbayerischen Teisnach im Rahmen des Forschungsprojektes „Modellregion Elektromobilität“ der Technischen Hochschule Deggendorf im Jahr 2012. Was als größtes Demonstrationsprojekt für Elektromobilität in Deutschland begann etablierte sich zum festen Bestandteil in Bayern und entwickelte sich zur Erfolgsstory mit anerkennenswerter Bekanntheit in ganz Deutschland. Inzwischen zählt man in acht Bundesländern öffentliche eCarsharing-Standorte und mehr als 6.500 Kunden, welche die E-WALD Mobilitätsangebote in ihren Alltag integrieren. 

Über den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz

Gegründet wurde der ZV KVS im November 2014 von 11 Gründungsmitgliedern als „klassischer“ Überwacher des ruhenden und fließenden Verkehrs. Heute erfüllt der Zweckverband diese Aufgabe für knapp 80 angeschlossene Städte, Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften. Dabei entwickelt sich der ZV KVS ständig weiter, schließlich hat er sich ein Ziel gesetzt: Seinen Kommunen, die sich insbesondere im ländlichen Raum befinden, als Dienstleister rund um die Themen Mobilität, Digitalisierung und Sicherheit zur Seite zu stehen und gemeinsam mit ihnen an dieser anspruchsvollen Aufgabe zu 
arbeiten.