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Wandern und Radeln zwischen Steinberger See und Murner See

Wir sind das Herz des Oberpfälzer Seenlands. Wo bis in die 1980er Jahre tonnenschwere Schaufelradbagger Braunkohle aus dem Boden förderten, hat sich die Natur auf einzigartige Weise die Region zurückerobert. Erleben Sie Wackersdorf und Steinberg am See von seinen schönsten Seiten - zu Fuß oder mit dem Rad.

Alle unsere Wege haben immer wieder Kreuzungspunkte und können beliebig kombiniert werden. Direkt um Steinberger See und Murner See führt jeweils ein Rundweg (ca. 7 und 6 km Länge). Die Steinberger See-Runde kann durch den Knappensee (rund 4 km Länge) ergänzt werden. Alle unsere Seen sind über den 4-Seen-Weg (Gesamtlänge ca 32 km), und die Museen in Wackersdorf und Steinberg am See über den Museumslehrpfad (ca 5 km) miteinander verbunden. Rund 600 km Rad- und 700 km Wanderwege verbinden unsere Seen mit dem gesamten Oberpfälzer Seenland.

Weitere Informationen und Kartenmaterial erhalten Sie von unseren Tourismuspartnern Oberpfälzer Seenland und Oberpfälzer Wald.

Tipp: Leihen Sie sich ganz bequem Ihr Fahrrad im Oberpfälzer Seenland!

Vier-Seen-Weg (32 km)

Entdecken Sie Wackersdorf und Steinberg am See – das Herz des Oberpfälzer Sennlands. Der Vier-Seen-Weg verdankt seinen Namen Steinberger See, Murner See, Brückelsee und Knappensee, unseren vier größten Seen. 

Der Radrundweg ermöglicht den Tourenstart theoretisch an jeder beliebigen Stelle, wenn Sie mit dem Auto anreisen und Ihre eigenen Räder mitbringen, empfehlen wir Ihnen: Beginnen Sie am Großparkplatz in der Industriestraße (Industriestraße 1, 92442 Wackersdorf), der direkt an den Vier-Seen-Weg grenzt. Neben WCs stehen Ihnen hier rund 500 kostenfreie Parkplätze zur Verfügung, und zum ersten Highlight, dem Murner See, sind es gerade einmal 500 Meter. Vom Parkplatz aus starten Sie Richtung Norden und biegen direkt nach dem Kreisverkehr in den Seerundweg des Murner Sees ein. Am Rundweg, der als Naturlehrpfad interessante Informationen und Einblicke in die Landschafts- und Kulturgeschichte der Region sowie in die Pflanzen- und Tierwelt um den Murner See bietet, passieren Sie den Oberpfälzer Märchengarten, die Naturkneippanlage, den Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur und den Aussichtsturm, bevor Sie über den Dammweg zwischen Murner See und Brückelsee zum Badebereich des Murner Sees gelangen. Restaurant, Café, Imbiss, WC, E-Bike-Ladestation - Wer möchte, findet hier die erste Möglichkeit zum Auftanken. Unser Tipp: Eine Runde Minigolf auf der Anlage "Murano" am Brückelsee. 

Vom Murner See aus geht es nun Richtung Knappensee und Steinberger See, immer entlang an der Industriestraße. Nach kurzer Zeit erreichen Sie das ProKart Raceland, die größte GoKart-Bahn Deutschlands. Vielleicht haben Sie das Glück, zu einer der zum Teil internationalen Meisterschaften hinzuzustoßen und sich von der Dynamik, dem Sound und dem Geruch von Benzin und verbranntem Gummi mitreissen zu lassen. Auch Sie können hier Ihr Geschick Leihkarts unter Beweis stellen, oder zum gemütlichen Boxenstopp im ProKart-Bistro einkehren. Die folgende massive und lange Gerade, die mitten durch den Wald führt, kennen die meisten - unbewusst aus den Nachrichten um Pfingsten 1986 oder aus dem Geschichtsbuch. Auf der einen Seite Wasserwerfer und Hundertschaften der Polizei, Hubschrauber des Bundesgrenzschutz – auf der anderen Seite Demonstranten, Autonome. Es fliegen Steine und Stahlkugeln, Reizgas und Gummigeschosse kommen zum Einsatz, Fahrzeuge der Polizei gehen in Flammen auf: Die „Pfingstschlacht“ von Wackersdorf. Nach dem Ende des Braunkohleabbaus soll in Wackersdorf eine Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) für abgebrannte Brennstäbe aus Atomkraftwerken ganz Deutschlands entstehen. Hunderttausende Menschen demonstrieren immer wieder, die Proteste eskalieren immer häufiger. 1989 folgt der Baustopp – die Anlage wird nie fertig gestellt. Stattdessen entsteht der heutige Wirtschaftsmotor des Spitzenstandorts Wackersdorf. Und der Vier-Seen-Weg. Aber auch schon vorher, während der Braunkohlezeit der Region, kam der Industriestraße eine besondere Bedeutung als regelrecht pulsierende Braunkohleader zu. Denn vor den vier Seen war die Region von Braunkohletagebauen geprägt. Nach ersten Braunkohlefunden im 19. Jahrhundert wurde im 20. Jahrhundert rund 185 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert – die letzte Tonne im September 1982. Entlang der Industriestraße verlief ein Förderband, das die Kohle von den Gruben, die wir heute unter anderem als Murner See und Brückelsee kennen, in die Hochbunker Richtung Steinberger See transportierte. Übrigens macht die Industriestraße ihrem Namen bis heute alle Ehre. Als das definitive Aus der WAA besiegelt war, ließen sich internationale Konzerne und Industriebetriebe auf dem geplanten WAA-Gelände nieder. Die Hauptzufahrt und Verbindung zur B85 und A93 ist bis heute die Industriestraße. Die meisten Wackersdorfer Produkte verlassen den Ort "unsichtbar" in geschlossenen LKWs oder im Falle BMWs auf dem Schienenweg. Vielleicht begegnet Ihnen an der Industriestraße aber der ein oder andere Schwertransport mit einer großen grünen Spezialbaumaschinen aus dem Wackersdofer Sennebogen-Werk.

Nach der prominenten langen Gerade und einem leichten Anstieg erreichen Sie Wackersdorf. Der Radweg führt direkt an Wackersdorf vorbei - doch der kurze Abstecher in den Ort lohnt sich. Hier haben Sie alle kulinarischen Möglichkeiten für eine ausgedehnte Rast, egal ob Brotzeit, regionale, mediterrane Küche, Döner oder der Hopp-Off am Supermarkt. Besuchen Sie das Wackersdorfer Panoramabad direkt neben dem Wasserturm gelegen (Weg zum Bad 850 Meter, 50 Höhenmeter) oder das Wackersdorfer Museumsareal mit Geotop und Tertiärwald. Letzteres ist fast ein Muss - schließlich liegt es unmittelbar am Weg. Das Industrie- und Heimatmuseum in Wackersdorf erzählt die Geschichte von Ort, Gesellschaft und Industrie des Orts im Wandel der Zeit und hält so die unsichtbare Vergangenheit sichtbar. Apropos unsichtbare Vergangenheit: Wenn Sie rechter Hand an Wackersdorf vorbeiradeln, werfen Sie einen kurzen Blick nach links. Dort, wo sich heute die Natur das Land vollständig zurückerobert hat, stand bis in die 1950er Jahre Alt-Wackerdorf. Der Ort wurde abgerissen und am heutigen Standort wieder aufgebaut, um an weitere Braunkohlevorkommen zu gelangen.

Der Weg führt Sie weiter zum Knappensee, dem kleinsten der Runde. Bis auf Wege und Sitzbänke ist der Knappensee naturbelassen. Bitte hier nicht Baden - der See "gehört" ganz unseren Grau- und Kanadagänsen. Beobachten Sie deren Treiben, genießen Sie die Eindrücke und Lichtspiele der Sonne auf der Wasseroberfläche, lauschen Sie dem Rauschen des Birkenlaubs und der Schilfgräser im Wind. Aus manchen Perspektive entdecken Sie hier schon das Wahrzeichen des vierten, unseres prominenten Sees, der nur durch einen kleinen Damm vom Knappensee getrennt ist: Die Erlebnisholzkugel am Steinberger See, die weltweit größte ihrer Art. Von deren Aussichtsplattform in rund 40 Metern Höhe offenbart sich schnell der besondere Reiz des Sees. Idyllische, naturnahe Bereiche treffen hier auf Erlebnis und Action: Wasserski, Segeln, Adventure-Golf, Surfen, Tretbootfahren, Stand-Up-Paddling, Badestrände, Restaurants und Cafés oder der Jugend- und Familienfreizeitpark Movin’G’round. Kaum ein anderer Ort in der Region bietet so vielseitige Möglichkeiten für Erholung, Sport und Freizeit - und alle liegen direkt am Vier-Seen-Weg. Während der Umrundung des Steinberger Sees durchqueren Sie auch die Ortschaft Steinberg am See. Ähnlich wie in Wackersdorf besteht auch hier die Möglichkeit für Halt und Rast. Ein besonderer Tipp ist das Braunkohle- und Heimatmuseum in der Ortsmitte, das einzige Braunkohlemuseum in ganz Süddeutschland. Auf liebevolle Weise halten Steinberger, die viele Epochen der Geschichte noch selbst miterlebt haben, die Vergangenheit des Ortes lebendig und dokumentieren die Geschichte der Bayerischen Braunkohlen Industrie lückenlos (Tipp für den nächsten Ausflug: Unsere beiden Museen sind über den Museumslehrpfad mit Expontaten und Schautafeln miteinander verbunden). Von Steinberg am See geht es über den Vier-Seen-Weg zurück zum Knappensee und über dessen Ostufer durch den Wald nach Grafenricht, auf den Grafenrichter Berg. Die gut fünfzig Höhenmeter bei mäßiger Steigung werden mit einem traumhaften Ausblick über den im Westen liegenden Steinberger See belohnt, über dem am Abend langsam die Sonne untergeht. Schnaufen Sie noch einmal gut durch, bevor es auf dem bekannten Weg entlang der Industriestraße zurück zum Großparkplatz geht.

Der Vier-Seen-Weg ist als Rundweg angelegt und verläuft durch die Kombination von 3 Seerundwegen stellenweise wie eine liegende Acht. An Knotenpunkten zwischen zwei Seen haben Sie stellenweise drei Richtungsoptionen - wir empfehlen, sich vorher einen groben Überblick über den Verlauf des Vier-Seen-Wegs zu verschaffen. Nutzen Sie dazu das Online-Tourenportal des Oberpfälzer Walds oder kontaktieren Sie uns für Radkarten und weitere Infos.

Distanz: 32 km

Höhenmeter: 213

Dauer: 02:30 h (reine Fahrzeit)

Schwierigkeitsgrad: mittel

Steinberger See-Rundweg (6,8 km)

Der Steinberger See ist das Kronjuwel des gesamten Oberpfälzer Seenlands. Action, Erlebnis und Sport treffen auf Entspannung, Ruhe und Naturnähe. Kein anderer See in ganz Ostbayern bietet ein derart umfang- und abwechslungsreiches Programm wie der Steinberger See. Der See-Rundweg ist die beste Möglichkeit, den See von allen seinen Seiten zu erleben. Die größte Erlebnisholzkugel der Welt mit Aussichtsplattform, Parcours und Röhrenrutsche, eine der modernsten Wasserski- und Wakeboardanlagen, ein Adventuregolf-Park, ein Familienfreizeitpark, Boots- und Segwayverleihe liegen genauso auf dem Weg wie unzählige Einkehrmöglichkeiten, die Ortschaft Steinberg am See und weite Felder, Wiesen und Wälder inmitten traumhafter Natur.

Distanz: 6,8 km

Höhenmeter: 40

Dauer: 01:45 h (zu Fuß)

Schwierigkeitsgrad: einfach

Naturlehrpfad/Murner See-Rundweg (6,5 km)

Von der Braunkohlegrube zum Natur- und Freizeitparadies: Auch wenn die Rekultivierung und Nachnutzung sehr früh sehr genau geplant war, hat sich bei dem Blick in über 50 Meter tiefe Tagebaue kaum einer vorstellen können, was gut 30 Jahre später daraus entstanden sein würde. Wo früher gigantische Schaufelradbagger tonnenweise Braunkohle aus den Böden förderten, liegt heute das Oberpfälzer Seenland, die Natur hat sich ihr Land zurückerobert. Besonders eindrucksvoll wird dies auf dem Rundweg des Murner Sees, auf dem Naturlehrpfad, erlebbar. 

Der Naturlehrpfad bietet interessante Informationen und Einblicke in die landschafts- und Kulturgeschichte der Region sowie in die Pflanzen- und Tierwelt um den Murner See. Informations-, Quiz- und Ratetafeln sowie ein Barfußpfad lockern den Rundweg auf, ein besonderes Highlight ist der Aussichtsturm: Genießen Sie den See und seinen Facettenreichtum aus 16 Metern Höhe.

Distanz: 6,5 km

Höhenmeter: 20

Dauer: 01:40 h (zu Fuß)

Schwierigkeitsgrad: einfach

Museumslehrpfad (4,8 km)

Der Museumslehrpfad verbindet das Heimat- und Industriemuseum in Wackersdorf mit dem Heimat- und Brunkohlemuseum in Steinberg am See, dem einzigen seiner Art in ganz Süddeutschland. Der 4,8 km lange Wanderweg, der durch ehemaliges, mittlerweile rekultiviertes Bergbaugelände verläuft, beinhaltet außerdem das Geotop 99 "Wackersdorfer Braunkohle" und den Tertiärwald. Auf der gesamten Distanz wurden zum einen Schautafeln installiert, zum anderen finden sich zahlreiche Exponate zur und Relikte aus der Bergbauvergangenheit beider Gemeinden. Bis in die 1980er Jahre wurde hier Braunkohle mit zur damaligen Zeit modernster Technik abgebaut, insgesamt 185 Millionen Tonnen. Im Fokus des Wanderwegs steht aber nicht nur was war - auch moderne Formen der Energiegewinnung werden beleuchtet. Der Weg ist entweder asphaltiert oder geschottert und mit 26 Höhenmetern leicht zu bewältigen.

Distanz: 4,8 km

Höhenmeter: 26

Dauer: 01:15 h (reine Gehzeit)

Schwierigkeitsgrad: einfach

Knappenseerundweg (3,9 km)

Der Knappensee ist unser besonderer See. Zur Hälfte liegt er in der Gemeinde Wackersdorf, zur Hälfte in der Gemeinde Steinberg am See. Im Gegensatz zu seinen "großen Bründern", dem Steinberger See (184 ha), dem Murner (94 ha) See und dem Brückelsee (145 ha) ist er mit 59 Hektar nicht nur der kleinste See. Erreichen die drei großen Seen stellenweise Tiefen bis und über 50 Meter, bringt es der Knappensee selbst an den tiefsten Stellen kaum auf 3 Meter. Bis auf ein paar Wege und Sitzbänke ist der Knappensee naturbelassen. Bitte hier nicht Baden - der See "gehört" ganz unseren Grau- und Kanadagänsen. Beobachten Sie deren Treiben, genießen Sie die Eindrücke und Lichtspiele der Sonne auf der Wasseroberfläche, lauschen Sie dem Rauschen des Birkenlaubs und der Schilfgräser im Wind. Der Knappensee ist der See für ausgedehnte Spaziergänge fernab von Hektik und Stress.  

Hinweis: Vor allem auf der Südseite weist der Rundweg kurze aber starke und steile Steigungen auf reinen Fußwegen auf. 

Distanz: 3,9 km

Höhenmeter: 70

Dauer: 01:15 h

Schwierigkeitsgrad: mittel

Oberpfälzer Seenland Radwege

600 km Radwege verbinden Wackersdorf und Steinberg am See mit dem gesamten Oberpfälzer Seenland und den im Norden angrenzenden Oberpfälzer Wald. Unterschiedliche Distanzen und Höhenprofile führen durch die hügelige Vielfalt weiter Flusstäler, einzigartiger Seen, weitläufiger Waldgebiete und zahlreicher kleiner und großer Kultursehenswürdigkeiten.

Hier geht's zu weiteren Informationen und allen Radtouren quer durch unsere Oberpfalz.

Oberpfälzer Seenland Wanderwege

Das Oberpfälzer Seenland inmitten des Oberpfälzer Walds ist mit seinen über 700 km Wanderwegen ein kleines Wanderparadies. Entdecken Sie die die landschaftliche und kulturelle Vielfalt mittlere und nördliche Oberpfalz bei einem gemütlichen Spaziergang oder einer ausgedehnten Wanderung zwischen Zoigl und Steinberger See. 

Hier geht's zu weiteren Informationen und allen Wandertouren quer durch unsere Oberpfalz.

Fahrradverleih 


Fahrradverleih in Steinberg am See

Mountainbike, Trekking, E-Bike, Kinderrad

Öffnungszeiten täglich von 8 Uhr bis 10 Uhr 
Rückgabe von 16 Uhr bis 18 Uhr

Anlieferung/Abholung nach Vereinbarung

Auf Anfrage bieten wir geführte Touren im gesamten Oberpfälzer Seenland an. Von gemütlich bis actionreich ist für jeden etwas dabei. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder schauen Sie einfach bei uns vorbei.

Fahrradverleih am Murner See (nur E-Bikes)

Direkt am CampingPark können Sie sich ganz unkompliziert Ihr E-Bike ausleihen!

Dies funktioniert ganz einfach:
Laden Sie sich die App von Joybike - "Green4Rent" (erhältlich im App-Store/Google-Play) auf Ihr Smartphone und schon können Sie, nach Registrierung mit Ihrem E-Mountainbike losfahren.

Preise:
je Std.: 8€
Tagesmiete (24h): 29€

Die E-Bike Station befindet sich direkt neben dem Rezeptionsgebäude.